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Was ist die DDR?
Am 3. Oktober ist ein wichtiger Feiertag. Das wussten die Schüler der
dritten Klasse. Aber was hat es mit dem „Tag der deutschen Einheit“ auf
sich? Warum gibt es ihn?
Am 31. Oktober begab sich die dritte Klasse zusammen mit Herrn Schmidt und
Frau Brandt für zwei Stunden auf eine gedachte Reise in die Deutsche
Demokratische Republik.
Kurz vor den Herbstferien hatten die Schüler ihre Fragen aufgeschrieben:
„Warum hieß die DDR so und nicht anders? Gab es feine Kleidung? Wie sah
das Geld dort aus? War die DDR arm? Was gab es zu essen? Was durfte man?
Wie hoch war die Mauer? Wie viele Kinder wurden ihren Eltern weggenommen?
Gab es in der DDR auch Rockmusik?“, waren nur einige der über 50 Fragen.
Janet Strümpler, die in der DDR geboren wurde, hatte sich bereit erklärt,
diese Fragen zu beantworten. Die ganze Bühne der Pausenhalle war mit
originalen Sachen aus der DDR belegt. Die Flagge mit Hammer und Zirkel im
Ährenkranz war ebenso vorhanden wie Geld, Schulbücher, ein rotes Halstuch,
eine FDJ-Bluse, Märchenbücher, Aktivisten-Abzeichen, dem Hausbuch und
vielen weiteren Dokumenten. Die Bilder der Staatsmänner sowie
Fotodokumente aus dieser Zeit fehlten auch nicht. Pittiplatsch und der
Sandmann saßen in dieser Ausstellung. Und Süßigkeiten wie Hallorenkugeln,
Bambina-Schokolade und die Schlager-Süßtafel waren nicht nur zum Anschauen
da, sondern wurden auch mit Freude von den Jungen und Mädchen probiert und
für lecker befunden.
Die zwei Stunden reichten nicht aus, um den Wissensdurst der Schüler zu
stillen. Fragen über Fragen wurden gestellt und die Aufmerksamkeit ließ
bis zur letzten Minute nicht nach.
Die Mauer war an diesem Vormittag das interessanteste Thema. Darüber, dass
die Menschen nicht einfach reisen konnten und dass Menschen auf der Flucht
über die Grenze erschossen wurden, waren die jungen Zuhörer sichtlich
erschrocken. Mehrere Fluchtideen wie das Tunnelgraben wurden ausgedacht
und besprochen und die Erwähnung der bekannten Flucht mit dem
Heißluftballon sorgte für Staunen. Einer der Mitschüler wusste zu
berichten, dass es in seinem Familienkreis jemanden gab, dem die Flucht
durch einen dieser Tunnel geglückt war.
Ebenso unbegreiflich war für sie, dass man nicht einfach in den Laden
gehen konnte, und Bananen, Melonen Orangen oder Ananas bekam.
Beim gespielten Unterrichtsbeginn, wie er in der DDR üblich war,
(„Pioniergruß“) schauten sich die Kinder irritiert an und schüttelten mit
dem Kopf.
Nach den beiden Stunden waren sich Lehrer und Schüler einig: Diese zwei
Stunden haben lange nicht ausgereicht und es sind noch so viele Fragen
offen. Lehrer und Schüler äußerten die Bitte, noch mehr über das Land, die
Geschichte und den Alltag erfahren zu können.
Die Schüler und Lehrer der dritten Klasse bedanken sich bei Frau Strümpler
für den anschaulichen Vortrag! |






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